ADHS oder Prokrastination — woher kommt das Chaos?
Von außen sehen Prokrastination und ADHS ähnlich aus: unfertige Projekte, Verspätungen, Arbeit auf den letzten Drücker. Der Mechanismus ist jedoch verschieden. Prokrastination ist ein Emotionsregulationsproblem bei bestimmten Aufgaben — wir schieben auf, was langweilig, schwer oder angstbesetzt ist, funktionieren sonst aber gut.
ADHS ist ein überdauerndes neurologisches Muster: Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Organisation und Impulskontrolle zeigen sich über Jahre und in vielen Kontexten gleichzeitig — unabhängig davon, ob die Aufgabe interessant ist. Dazu kommen innere Unruhe und das Gefühl, „wie von einem Motor angetrieben" zu sein.
Wie wählen? Betrifft das Chaos vor allem ungeliebte Aufgaben — beginne mit dem Prokrastinationstest. Begleitet es dich seit jeher und umfasst viele Lebensbereiche, mach das ASRS-Screening. Beide Tests sind edukativ, keine Diagnose — ADHS diagnostiziert nur eine Fachperson.
Wann verwenden: ADHS-Test für Erwachsene — ASRS (6 Fragen)
- Das Chaos begleitet dich seit der Kindheit, in vielen Bereichen
- Du verlierst Dinge, kommst zu spät und zappelst unabhängig von der Aufgabe
- Du willst wissen, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist
Wann verwenden: Prokrastinations-Skala
- Du schiebst vor allem bestimmte, ungeliebte Aufgaben auf
- Bei spannenden Projekten kannst du dich gut konzentrieren
- Du willst deine Aufschiebe-Gewohnheit verstehen und ändern
Unsicher? Machen Sie beide Tests!