Was ist Selbstwertgefühl und wie verbessert man es? Ein praktischer Leitfaden
Das Selbstwertgefühl beeinflusst jeden Aspekt deines Lebens. Lerne, was es ist, wie man es misst (Rosenberg-Skala) und was man tun kann, wenn es zu niedrig ist.
Was ist Selbstwertgefühl?
Selbstwertgefühl ist die allgemeine Einschätzung des eigenen Wertes — das Ausmaß, in dem man sich selbst akzeptiert und respektiert. Es geht nicht um Narzissmus oder Arroganz, sondern um ein gesundes Gefühl von "Ich bin in Ordnung, so wie ich bin."
Morris Rosenberg (1965) definierte Selbstwertgefühl als Einstellung — positiv oder negativ — sich selbst gegenüber.
Die Rosenberg-Skala — wie misst man Selbstwertgefühl?
Die Rosenberg-Selbstwertskala (RSES) enthält 10 einfache Aussagen, denen du auf einer 4-Punkte-Skala zustimmst. Punktzahl von 10 bis 40 — je höher, desto höher das Selbstwertgefühl.
| Punktzahl | Interpretation |
| 10–25 | Niedriges Selbstwertgefühl |
| 26–30 | Durchschnittlich |
| 31–40 | Hohes Selbstwertgefühl |
Niedriges Selbstwertgefühl — Symptome
- Schwierigkeiten, Komplimente anzunehmen
- Ständiger Vergleich mit anderen
- Angst vor dem Scheitern und Vermeidung von Herausforderungen
- Gefühl, "minderwertig" zu sein
- Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen
Wie kann man das Selbstwertgefühl verbessern?
- Negative Gedanken hinterfragen — Wenn der Gedanke "Das wird mir nie gelingen" auftaucht — frag: "Ist das Tatsache oder Interpretation?"
- Kleine Erfolge schätzen — Führe ein Tagebuch mit drei Dingen, die dir täglich gelungen sind
- Grenzen setzen — Das Lernen, "Nein" zu sagen, stärkt den Selbstrespekt
- Bewegung und Körper — Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert das Körperbild und das Gefühl der Handlungsfähigkeit
- Professionelle Hilfe — Wenn niedriges Selbstwertgefühl den Alltag beeinträchtigt, ist Psychotherapie (besonders KVT) wirksam
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