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Karriere2026-07-14 · 5 min

Workaholismus: 7 Signale, dass Arbeit keine Leidenschaft mehr ist, sondern Zwang

Arbeitsgedanken beim Abendessen, Schuldgefühle am freien Sonntag, „noch ein Stündchen" bis Mitternacht — wann Engagement in Verhaltenssucht kippt.

Die Kultur belohnt Workaholismus wie keine andere Sucht: Niemand prahlt auf LinkedIn mit Alkoholmissbrauch, aber „ich habe bis 2 Uhr nachts gearbeitet" sammelt Likes. Dabei beschreiben Forscher (Andreassen et al., 2012) Workaholismus in genau derselben Sprache wie andere Verhaltenssüchte.

Sieben Signale aus dem Komponentenmodell

  1. Dominanz: Die Arbeit besetzt deine Gedanken auch beim Abendessen und vor dem Schlafen. 2. Toleranz: Du brauchst immer mehr Stunden, damit sich der Tag „genug" anfühlt. 3. Stimmungsregulation: Du arbeitest, um Unruhe oder Schuld zu dämpfen. 4. Rückfall: Du versprichst Reduktion und fällst in die alten Stunden zurück. 5. Entzug: Ohne Arbeit bist du gereizt und unruhig. 6. Konflikt: Nahestehende sprechen es immer öfter an. 7. Kosten: Schlaf, Bewegung und Beziehungen verlieren gegen die Arbeit.

Engagement ist nicht dasselbe

Der Schlüsselunterschied ist der Motor: Der Engagierte arbeitet aus Freude und kann aufhören; der Workaholic arbeitet aus Angst und kann es nicht. „Ich arbeite viel" allein entscheidet also nichts — es zählt, was du fühlst, wenn du NICHT arbeitest.

Was nun

Mach den Test — 10 Fragen zeigen, wie viele Suchtkomponenten bei dir schon aktiv sind. Hoher Wert? Beginne mit einer nicht verhandelbaren Grenze (z. B. Feierabend um 18 Uhr an zwei Tagen pro Woche) und beobachte, was du fühlst. Ist die Unruhe stark — ist das eine wertvolle Information und ein gutes Thema für ein Gespräch mit einer Fachperson.

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