PSS-10 vs OLBI — Alltagsstress oder Burnout?
Der PSS-10 (Perceived Stress Scale, Cohen 1983) ist das klassische Maß dafür, wie belastend du die Ereignisse des letzten Monats empfindest — egal, woher sie kommen. Er konzentriert sich auf drei Dimensionen: Kontrollgefühl, Unvorhersehbarkeit und Überlastung. Er funktioniert für Studierende, pflegende Angehörige und Angestellte im Konzern gleichermaßen.
Das OLBI (Oldenburg Burnout Inventory), auf dem der Burnout-Test hier beruht, bezieht sich speziell auf die Arbeit. Es misst in 16 Fragen zwei Dimensionen: Erschöpfung („Mir reicht's“) und Distanzierung von der Arbeit („Was ich tue, ist mir egal geworden“).
Welcher Test? Wenn der Stress aus mehreren Lebensbereichen kommt (Gesundheit, Beziehungen, Finanzen, Arbeit) → PSS-10. Wenn die Quelle klar die Arbeit ist und du ihr gegenüber zynisch wirst → OLBI. Beide können gleichzeitig hoch sein (Überlastung bei der Arbeit schwappt oft über), aber die Hilfe unterscheidet sich: Der PSS-10 weist auf Erholungsgewohnheiten hin; ein hoher OLBI-Wert verlangt meist strukturelle Veränderungen im Job.
Wann verwenden: Skala des Wahrgenommenen Stresses — PSS-10 (10 Fragen)
- Stress aus mehreren Bereichen (Gesundheit, Finanzen, Beziehungen)
- Du willst dein Stresslevel mit der Norm vergleichen
- Kurze allgemeine Messung (10 Fragen, 3 Min)
Wann verwenden: Burnout-Erfassung — Oldenburg Burnout Inventory
- Du arbeitest in einem fordernden Beruf (Gesundheitswesen, Bildung, Vertrieb)
- Du fühlst dich erschöpft, deine Arbeit hat ihren Sinn verloren
- Dein Zynismus gegenüber Klienten/Patienten wächst
Unsicher? Mach beide Tests!