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Wohlbefinden2026-07-14 · 5 min

WHO-5: der kürzeste Wohlbefindens-Test der Welt — wie er funktioniert und wann man ihn macht

5 Fragen, 1 Minute, validiert in Hunderten klinischer Studien. Wir erklären, woher der WHO-5 stammt, was ein Wert unter 13 bedeutet und warum er nur nach Gutem fragt.

Die meisten Tests zur psychischen Gesundheit fragen nach Symptomen: Traurigkeit, Angst, Schlaflosigkeit. Der WHO-5 macht das Gegenteil — er fragt nach fünf positiven Erfahrungen der letzten zwei Wochen: gute Laune, Ruhe, Energie, ausgeruhtes Aufwachen und einen Alltag voller interessanter Dinge.

Woher er stammt

Die Skala entstand in den 1990ern bei der WHO als schneller Indikator für das Wohlbefinden von Patienten. Seitdem wurde sie in Hunderten Studien validiert (Review: Topp et al., 2015) und wird von Hausarztpraxen bis zu Bevölkerungsstudien genutzt. Ihr Phänomen ist das Verhältnis von Länge zu Reliabilität: 5 Fragen, die wirklich etwas messen.

Das Ergebnis lesen

Eine Summe (0–25) unter 13 bedeutet vermindertes Wohlbefinden — genug, dass sich ein genaueres Screening lohnt, z. B. der PHQ-9. Das ist keine Diagnose: Es ist ein Rauchmelder, der sagt „sieh genauer hin". Ein hoher Wert? Prima — du hast eine Basislinie für die Zukunft.

Warum positive Fragen sinnvoll sind

Nach dem Vorhandensein des Guten zu fragen ist weniger belastend als nach dem Schlechten — deshalb eignet sich der WHO-5 gut als regelmäßiger Check-in alle paar Wochen. Ein Absinken des Werts zeigt sich früher, als wir uns selbst eingestehen würden, dass etwas nicht stimmt.

Eine Minute für fünf Fragen — das günstigste Monitoring der psychischen Gesundheit, das es gibt.

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