Selbstwirksamkeit
Was ist Selbstwirksamkeit?
Ein Konzept von Albert Bandura (1977, 1997) — die Überzeugung („ich schaffe das“), die vorhersagt, ob du eine Handlung überhaupt angehst und wie lange du dranbleibst, wenn es schwierig wird. Anders als der Selbstwert: Selbstwert ist das globale „ich bin wertvoll“, Selbstwirksamkeit das konkrete „ich schaffe das“.
Vier Quellen
Laut Bandura speist sich Selbstwirksamkeit aus vier Quellen: 1) Eigene Erfolgserlebnisse (die stärkste — frühere Erfolge), 2) Stellvertretende Erfahrung (sehen, wie jemand Ähnliches gelingt), 3) Verbale Ermutigung (jemand sagt „du schaffst das“), 4) Physiologische Zustände (Erregung als Vorfreude deuten, nicht als Angst).
Warum ist das wichtig?
Hohe Selbstwirksamkeit sagt Ausdauer, weniger Prüfungsangst, schnellere Genesung nach Krankheit und mehr Veränderungsversuche (Rauchstopp, Diät) vorher. Niedrige → Rückzug, Prokrastination, frühes Aufgeben.
Wie wird sie gemessen?
GSES (General Self-Efficacy Scale, Schwarzer & Jerusalem 1995) — 10 Items, das verbreitetste allgemeine Maß. NGSE (New General Self-Efficacy Scale, Chen et al. 2001) — 8 Items. Bereichsspezifisch: schulische, gesundheitliche, berufliche Selbstwirksamkeit.